Care RevolutionDie Care Revolution:

Her mit dem guten Leben – für alle weltweit!

Interview mit Gabriele Winker

Vom 14. bis 16.3.2014 fand in Berlin mit mehr als 500 Teilnehmenden eine Aktionskonferenz zur Care Revolution statt. Im Folgenden ein Interview mit Gabriele Winker, Mitbegründerin des Feministischen Instituts Hamburg, das u. a. zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Konferenz politisch vorbereitet und organisatorisch durchgeführt hat. Sie ist Professorin für Arbeitswissenschaft und Gender Studies an der TU Hamburg.
Das Interview führte Ellen Jaedicke.

Was verbirgt sich hinter dem Namen Care Revolution und warum ist sie für feministische Debatten wichtig?


jineoloji konferenzBericht von der ersten europäischen Jineolojî-Konferenz in Köln

Jineolojî – radikales Denken aus Frauensicht

Anja Flach, Ethnologin, Rat der kurdischen Frauen in Hamburg

Jineolojî ist der Versuch einer Wissenschaft, die nicht – losgelöst von der Basis der kämpfenden Frauen – von Theoretikerinnen im Elfenbeinturm der Universitäten erarbeitet wird. Jineolojî wird von den Frauen und mit den Frauen selbst entwickelt, die ihre gesellschaftlichen Probleme lösen wollen, sei es in den Bergen Kurdistans, in den Städten der besetzten kurdischen Gebiete in der Türkei oder im befreiten Nordsyrien – Rojava; Theorie und Praxis sind eins.
Die Konferenz in Köln sollte dazu beitragen, diesen neuen Ansatz mit Vertreterinnen von Frauenbewegungen weltweit und mit Aktivistinnen hier in Europa zu diskutieren.


AlaNur im Internet

Besuch im Nähinstitut

Kleider machen Leute – Schneiderei – Ala Hadji Schneiderin

Susanne Roden

Es ist strahlend blauer Himmel. Die Wolken tanzen in lustiger Folge am Horizont entlang.

Die Köpfe der Wiesenblumen wiegen leicht im Wind und nicken dem Frühling bei seinem bunten Treiben zu. Die Sonnenstrahlen haben schon Kraft und lassen die Natur aufatmen. Endlich. Endlich, es geht los ... Ala.
„Ach, ich habe noch meine Turnschuhe an", lacht sie und steckt behände die Schnürsenkel seitlich in die Schuhe. Schwarze Strumpfhose, schwarzer kurzer Rock und schwarze Turnschuhe mit lila Streifen.


NKP PlakatAtomkraftwerke in der Türkei

Kommt der nukleare Wahnsinn nun auch in die Türkei?

Ercan Ayboğa, April 2014

Die nächsten Wochen und Monate entscheiden darüber, ob der Bau des ersten Atomkraftwerks (AKW) des türkischen Staates in der Provinz Mersin offiziell beginnen wird. Anfang April 2014 hat das Konsortium des Akkuyu-AKWs – angeführt vom russischen Staatsunternehmen ROSATOM – die zweimal überarbeitete Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim türkischen Ministerium für Umwelt und Stadtplanung eingereicht. Die Proteste und Kampagnen gegen den Bau laufen zurzeit auf Hochtouren und es ist spannend, ob die zivilgesellschaftlichen Organisationen dieses für Mensch und Natur extrem gefährliche Projekt stoppen können.


Lebende Schutzschilde protestieren in BotanSucht man nach friedenspolitischen Ansätzen, muss man sich auf die Ursachen für die Außeneinmischungen in diesen Konflikt konzentrieren

Mittlerer Osten aus friedenspolitischer Sicht und Perspektiven der Friedensbewegung

Prof. Dr. Andreas Buro, 09.04.2014

Die kurdische Frage rückt immer mehr in einen internationalen Zusammenhang des Kampfes um Machtverteilung in einer sich globalisierenden Welt. Das Zentrum dieses Kampfes scheint gegenwärtig in Syrien zu liegen, reicht aber weit darüber hinaus.

Syrien ist heute das Schlachtfeld für Konflikte, die gegenüber den Wünschen der syrischen Bevölkerung nach Frieden, Freiheit, Demokratie und Anerkennung von Minderheiten völlig rücksichtslos sind. Saudi-Arabien und Katar fördern trotz unterschiedlicher Adressaten sunnitische Milizen, die Al-Qaida nahestehen. Sie wollen aus Syrien einen sunnitisch-islamistischen Staat machen. So würde der Rivale Iran als potentielle Regionalmacht geschwächt. Der Iran hält mit der Entsendung von schiitischen Kämpfern und Waffenlieferungen dagegen. Russland setzt seit langer Zeit seine Waffenlieferungen an das Assad-Regime fort. Die libanesische Hisbollah schickt eigene Kämpfer nach Syrien, um das befreundete Regime in Damaskus zu stützen, das für ihr eigenes Überleben wichtig ist. Dabei riskieren sie die Ausweitung des Krieges in den Libanon.